Forschung und Projekte
Konservierung und Restaurierung
Wiederbelebung der Lichtenburger Schlosskirche I
Im Jahr 2026 wird nach jahrzehntelangen Bemühungen die Restaurierung von Altar und Kanzel der Schlosskirche in der Lichtenburg erfolgen. Das monumentale Retabel, datiert auf das Jahr 1613, zählt mit einer Höhe von rund zehn Metern und einer Breite von vier Metern zu den bedeutendsten Werken der deutschen Renaissance. Es entstand nach einem Entwurf des Architekten Giovanni Maria Nosseni und wurde vom kurfürstlich-sächsischen Hofbildhauer Sebastian Walther in verschiedenen Natursteinen ausgeführt. Neben dem Retabel wird im Laufe des Jahres auch die steinerne Kanzel der Kirche gesichert und restauriert.
In das Projekt ist auch der zugehörige hölzerne Schalldeckel eingebunden.
Den Abschluss des Restaurierungsprojektes bildet eine für das Jahr 2027 geplante Tagung, die sich umfassend mit den Kunstwerken der Schlosskirche sowie ihrem historischen und kunsthistorischen Kontext befassen wird.
Die Maßnahme wird durch Mittel der Europäischen Union, der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA) und Eigenmitteln des Fördervereins finanziert.
Förderverein Schloss und
Gedenkstätte Lichtenburg e.V.
Ausführung:
Gerüstbau
Firma Ristok, Gräfenhainichen
Steinrestaurierung
Dipl.-Rest. Steffen Marko, Leipzig
Restaurierung Textil Kanzeldeckel
Dipl.-Rest. Stephanie Hilden, Dresden
Restaurierung Kanzeldeckel
Dipl.-Rest. Juliane Brand, Berlin
Bildhauerische Ergänzungen
Stephan Thürmer, Dresden
Rekonstruktion Fanfaren
HSM Metallinstrumente, Markneukirchen
Photogrammetrie
fokus GmbH Leipzig

03.03.2026 – 31.05.2027

Schlosskirche St. Annen

Studentisches Entwurfsprojekt der FH Aachen
und Ausstellung, Visionen für die Lichtenburg 2.0
Umnutzung des Zellenbau zum Zeitschichtendepot /
Entwürfe für Freiraummöbel /
Nutzung der Schlosskirche als Veranstaltungsraum
Im September 2024 wurden die Entwurfsideen von Masterstudierenden der FH Aachen zu drei Schlossbereichen, dem Zellenbau, den Freiräumen und der Schlosskirche, im hinteren Schlosshof ausgestellt. Das studentische Projekt war ebenfalls eingebettet in das im Auftrag der Bundesimmobilienanstalt durchgeführte partizipative Prozessverfahren zur Entwicklung neuer Nutzungsszenarien für das Schloss. Hier können Sie die Ausstellungsplakate einsehen und herunterladen:
Download Plakate FH Aachen Ausstellung 2024
FH Aachen, Fachbereich Architektur
Betreuerinnen:
Prof. Dipl.-Ing. Heike Matcha,
Prof. Dr.-Ing. Anke Fissabre
Masterstudierende:
Linus Ahlers, Jesse Dilworth,
Sönke Freund, Aurela Gashi,
Dominik Gilles, Jona Hahnengress,
Pia Houpperichs, Anne Köppl,
Gero Mutz, Leila Nagil,
Pavlina Nikolovska, Shirley Peters,
Reza Salehi, Michelle Ulfig
Zusammenarbeit mit:
Gedenkstätte KZ Lichtenburg Prettin,
Melanie Engler, Carolin Bruhn

Entwurfsseminar März – Juli 2024
Ausstellung seit 2024

Schlosshof, seit 2025 in der Gedenkstätte

Studentisches Entwurfsprojekt der FH Aachen
und Ausstellung, Visionen für die Lichtenburg
Umnutzung & Reaktivierung der historischen Schlossanlage Lichtenburg in Prettin
Im September 2022 wurden die Entwurfsideen von Masterstudierenden der FH Aachen zur Umnutzung und Reaktivierung der historischen Schlossanlage Lichtenburg in Prettin in der Schlosskirche ausgestellt. Das studentische Projekt war eingebettet in das im Auftrag der Bundesimmobilienanstalt durchgeführte partizipative Prozessverfahren zur Entwicklung neuer Nutzungsszenarien für das Schloss. Hier können Sie die Ausstellungsplakate einsehen und herunterladen:
Download Plakate FH Aachen Ausstellung 2022
FH Aachen, Fachbereich Architektur
Betreuerinnen:
Prof. Dipl.-Ing. Heike Matcha,
Prof. Dr.-Ing. Anke Fissabre
Masterstudierende:
Vivienne Clasen, Tom Dayss,
Tina Fandel, Kathrin Friedrich,
Sanja Hofmeister, Lukas Icking,
Marta Kloeters, Nadine Mertens,
Lena Prümper, Lorin Shabani,
Konstantin Siegel, Katrin Tilg,
Marie Weber, Ricarda Wolters,
Apichaya Youprasit
Zusammenarbeit mit:
Gedenkstätte KZ Lichtenburg Prettin, Melanie Engler

Entwurfsseminar März – Juli 2022
Ausstellung September 2022

in der Schlosskirche

Workshop mit Architekturstudierenden der FH Aachen,
Visionen für die Lichtenburg
Umnutzungsideen für Schloss Lichtenburg in Prettin
Im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Wo Vergangenheit auf Gegenwart trifft: Das Frauen-KZ Lichtenburg – 80 Jahre danach“ fand ein 3-tägiger Workshop in der Gedenkstätte KZ Lichtenburg Prettin mit 15 Architekturstudierenden sowie Prof. Matcha und Prof. Fissabre der FH Aachen statt.
Die Studierenden präsentierten der Öffentlichkeit visionäre Nutzungsideen für Schloss Lichtenburg basierend auf intensiven Voruntersuchungen und Analysen von Schloss und umgebender Kulturlandschaft, die in Form einer Ausstellung in der Gedenkstätte mehrere Monate gezeigt wurden.
Download Plakat FH Aachen Workshop 2019
FH Aachen, Fachbereich Architektur
Betreuerinnen:
Prof. Dipl.-Ing. Heike Matcha,
Prof. Dr.-Ing. Anke Fissabre
Bachelorstudierende:
Daniela Brücker, Lena Dückers,
Lisa Hammer, Tuba Igneci,
Veronika Krumm, Anna Lennartz,
Christina Maßner, Nadine Mertens,
Jacqueline Mommertz, Leon Pilarczyk,
Jana Praeger, Stefan Röhl,
Veronika Schulz, Inci Temizer,
Kerstin Waschek
Zusammenarbeit mit:
Gedenkstätte KZ Lichtenburg Prettin, Melanie Engler

Workshop Mai 2019
Ausstellung Mai-August 2019

in der Gedenkstätte

Laufende Promotion
„Die Bauornamentik des Renaissanceschlosses Lichtenburg. Formensprache und Einordnung in den kursächsischen Baubestand.“
Die Dissertation widmet sich den bislang unerforschten geflügelten Volutengiebeln des Renaissanceschlosses Lichtenburg. Ziel ist es, diese charakteristischen Bauelemente erstmals detailliert zu dokumentieren, bauhistorisch zu untersuchen und in den Kontext des kursächsischen Schlossbaus des 16. Jahrhunderts einzuordnen. Durch präzise Bauaufnahmen, Archivrecherchen und vergleichende Analysen mit weiteren von Kurfürst August von Sachsen errichteten Schlössern soll die Formensprache, Bedeutung und Herstellungsweise der Ornamentik erschlossen werden. Die Dissertation soll eine zentrale Forschungslücke schließen, da bisher weder systematische Bauaufnahmen noch umfassende Untersuchungen der steinmetzmäßig bearbeiteten Bauteile existieren. Gleichzeitig leistet die Arbeit einen Beitrag zur Klärung der frühen Bau- und Nutzungsgeschichte des Schlosses. Langfristig soll so die besondere Stellung von Schloss Lichtenburg innerhalb der sächsischen Renaissancearchitektur und sein überregionaler kulturhistorischer Wert sichtbar gemacht werden.
Steffen Eul M.A.
Betreuung:
Prof. Dr.-Ing. Anke Fissabre, FH Aachen
Prof. Dr.-Ing. Uta Pottgiesser, TH OWL
Prof. Dr.-Ing. Daniel Lohmann, TH Köln

2023-2027
Promotionskolleg NRW, Abteilung Bau und Kultur



Laufende Promotion
„Schlosskirche zu Schloss Lichtenburg, Prettin“
Die Dissertation widmet sich der baugeschichtlichen und historischen Genese der kurfürstlichen Schlosskirche zu Schloss Lichtenburg, Prettin, der aufgrund ihrer Einzigartigkeit eine besondere Wertigkeit im sächsischen Baubestand zukommt. Zum Forschungsdesiderat gehören – auf Grundlage von Bau- und Quellenforschung – unter anderem die Untersuchung der Zweischiffigkeit der Kirche, die Betrachtung der Herrschaftsempore sowie die Analyse der Raumordnung im Hinblick auf ihre liturgische Funktion und die Anordnung der Prinzipalstücke. Einen weiteren Untersuchungsgegenstand bildet die Aufnahme und Interpretation der auf den Werksteinen vielzählig vorhandenen und bislang nie systematisch erforschten Steinmetzzeichen.
Kirsten Vockel M.A.
Betreuung:
Prof. Dr.-Ing. Anke Naujokat, RWTH
Prof. Dr.-Ing. Anke Fissabre, FH Aachen

seit 2018


Masterabschlussarbeit
„Neue Impulse für Schloss Lichtenburg.
Analyse und Umnutzung des Flügels A“
Auf Grundlage einer bauhistorischen und denkmalpflegerischen Analyse entwickelt die Masterabschlussarbeit am Fachbereich Architektur der FH Aachen ein stufenweises Umnutzungskonzept für den Flügel A des Schlosses. Hierbei werden auch mögliche Synergien mit bestehenden oder neuen Nutzungen in anderen Teilen der Schlossanlage aufgezeigt.
Die Lage des Flügels A an der Schloßstraße im Süden der Gesamtanlage bietet die Möglichkeit für eine Öffnung der Anlage zum Ort hin, ohne das Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus zu stören. Vorgeschlagen werden neue Nutzungen für den Radtourismus in Form von Räumen für Ausstellungen, für ein Café und für Übernachtungsmöglichkeiten.
Während in einer ersten Phase eine niederschwellige Reaktivierung des Flügels A vorgeschlagen wird, zeigt eine zweite Phase eine langfristige Weiterentwicklung des Schlosses auf. Grundlage des Entwurfs bildet die Idee, die verschiedenen, in den Räumen noch gut ablesbaren Zeitschichten zu erhalten und sichtbar zu machen.
Download Broschüre Masterabschlussarbeit Marie Weber FH Aachen
FH Aachen, Fachbereich Architektur
Marie Weber M.A.
Betreuung:
Prof. Dr.-Ing. Anke Fissabre
Prof. Dipl.-Ing. Heike Matcha

07/2023



