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Das Antoniterkloster Lichtenbergk

Noch bevor das heute bekannte Schloss Lichtenburg errichtet wurde, befand sich an gleicher Stelle ein spätestens seit dem Jahr 1315 urkundlich erwähntes Kloster des Antoniterordens.

Die Antoniter nehmen für die Gebietsgeschichte eine wichtige Rolle ein. Einerseits trugen sie wesentlich zur Urbarmachung des umliegenden Landschaftsraums bei, wodurch der Anbau von Obst, Gemüse und Wein ermöglicht wurde. Anderseits erlangten sie im Laufe der Zeit großen Reichtum und politischen Einfluss, so dass das Kloster als eigenständige Präzeptorei galt. Der Lichtenbergker Präzeptor Goswin von Orsoy wurde 1502 zudem zum ersten Kanzler der Universität Wittenberg berufen.

Auch in der Reformationszeit kam dem Kloster eine zentrale Bedeutung zu. Im Jahr 1518 soll es der Schauplatz des Treffens und theologischen Austauschs zwischen dem kursächsischen Kanzler Georg Spalatin, dem Reformator Martin Luther und dem letzten Präzeptor des Klosters Lichtenbergk, Wolfgang Reysenbusch, gewesen sein. In der Folge schlossen sich die Antoniterherren bereits 1525 der Lehre Luthers an, förderten sie aktiv und traten auch öffentlich als Prediger der neuen Lehre auf.

Das Kloster wurde 1540 endgültig aufgelöst. Einige der ehemaligen Mönche sollen sich anschließend im Umland niedergelassen haben.

1536 und 1546 bewohnte die vor ihrem altgläubigen Gemahl, Kurfürst Joachim I. von Brandenburg, geflohene Kurfürstin Elisabeth die Anlage. Ein Brand im Jahr 1553 führte vermutlich zur weitgehenden Zerstörung der mittelalterlichen Bausubstanz. Die Quellenlage ist hier sehr uneinheitlich.

Dennoch wird heute davon ausgegangen, dass mindestens Teile der Bausubstanz des Klosters grundlegend für die Errichtung des Schlossbaus gewesen sind. Hinweise darauf liefern sowohl die Verwendung älter zu datierender Spolien (etwa ein Spitzbogenportal im Westflügel) als auch archäologische Grabungsbefunde der letzten Jahre und der charakteristisch geknickte Verlauf des Hauptflügels.

© Tino Simon | FV Schloss und Gedenkstätte Lichtenburg e.V.

Gotisches Gebäudefragment (Teil des Kreuzgangs?) an einem Erker im nördlichen Schlosshof

© Tino Simon | FV Schloss und Gedenkstätte Lichtenburg e.V.

Wappenstein, im gevierten Schild Antoniterkreuz und Hausmarke, ehemals am Schafstall der Domäne vermauert, heute im Museum Schloss Lichtenburg

© Mario Titze/Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie Sachsen-Anhalt

Wirtschaftsgebäude der Domäne, Sandsteinrelief mit Wappen des Goswin von Orsoy und der Jahreszahl 1493

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Museum Schloss Lichtenburg
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