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Die Nutzung des Schlosses als Strafanstalt

Das Jahr 1810 markiert einen Wendepunkt in der Geschichte der Lichtenburg. Auf Beschluss des sächsischen Königs wurde das ungenutzte Schloss zur künftigen Strafanstalt bestimmt – ein Entschluss, der tiefgreifende bauliche Veränderungen nach sich zog. Fenster wurden verkleinert und vergittert, Raumstrukturen umgestaltet und Zellen errichtet.

Am 9. April 1812 trafen die ersten Gefangenen ein. Die Anstalt nahm zunächst sowohl Männer als auch Frauen auf. Nach der Niederlage Napoleons und dem damit verbundenen Gebietsverlust für Sachsen fiel das Schloss 1815 unter preußische Verwaltung.

Mit der Zeit genügten die bestehenden Bauten nicht mehr den Anforderungen. 1829 entstand anstelle des früheren Belvederes der sogenannte Lazarettflügel. 1878/79 wurde mit dem Zellenbau ein für seine Zeit modernes Gefängnisgebäude errichtet, welches sich trotz seines Kontrastes architektonisch in die Gesamtanlage einfügt und den nördlichen Hof abschliesst. Ab 1883 erhöhte man zudem die Dächer durch ein Trempelgeschoss, um zusätzliche Schlafsäle zu schaffen.

Die Zahl der Inhaftierten schwankte stark. 1856 erreichte sie mit durchschnittlich 1.134 Gefangenen ihren Höchststand. Die chronische Überbelegung und schlechte hygienische Bedingungen führten immer wieder zu Krankheiten und Fluchtversuchen. So kam es im Juli 1921 zu einem Massenausbruchsversuch, wenige Monate später zu einem Hungerstreik zahlreicher Insassen.

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts galten die hygienischen Zustände in der Anstalt als unzumutbar. Pläne für umfassende und teure Sanierungsmaßnahmen wurden verworfen – 1928 wurde die Strafanstalt schließlich geschlossen.

© Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie Sachsen-Anhalt

Inneres der Schlosskirche während der Nutzung durch die Strafanstalt

© Landesamt für Denkmalpflege Sachsen

Ansicht des südlichen Schlosshofes während der Nutzung durch die Strafanstalt

© Tino Simon | FV Schloss und Gedenkstätte Lichtenburg e.V.

Zellenbau mit Übergang ins Schlosshauptgebäude

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