Schloss Lichtenburg ‒ Die Zukunft

Das Projekt „Visionen für die Lichtenburg“ verfolgt das Ziel, eine zukunftsweisende und innovative Nutzungskonzeption für die Schlossanlage Lichtenburg zu entwickeln. Grundlage ist ein partizipativer und transdisziplinärer Prozess, der alle relevanten Akteur:innen und mit dem Schloss verbundenen Strukturen einbezieht.
Die Lichtenburg soll durch angemessene neue Nutzungseinheiten und mögliche bauliche Ergänzungen so weiterentwickelt werden, dass die historische Vielfalt der Anlage sichtbar bleibt und sich zugleich in einer zeitgemäßen Nutzungsvielfalt widerspiegelt. Dabei werden Ideen offen und unvoreingenommen betrachtet, um dem bestehenden Leerstand nachhaltig entgegenzuwirken.
Rundgang mit Masterstudierenden der FH Aachen im Schlossmuseum Lichtenburg
Das Labor für urbane Orte und Prozesse (Stuttgart) und das Büro Seetal Architektur und Stadtentwicklung (Weimar) koordinierten und begleiteten den Entwicklungsprozess. Die über Jahrhunderte gewachsene Schlossanlage zeichnet sich durch eine außergewöhnliche Dichte und Komplexität ihrer historischen Zeitschichten aus – jede einzelne ist für sich genommen von großer Bedeutung. So wird das Schloss Lichtenburg zu einem Brennglas 700-jähriger, wechselvoller Geschichte, einem Ort starker Kontraste und eindrucksvoller Zeugnisse aus allen Epochen.
Ein wichtiger Kooperationspartner ist die FH Aachen, mit der Workshops, Semester- und Forschungsprojekte durchgeführt wurden. Studierende entwickelten dabei neue Ideen und Entwürfe für verschiedene Bereiche des Schlosses. Auch die Bevölkerung vor Ort wurde in mehreren Workshops aktiv einbezogen und konnte eigene Vorstellungen und Anregungen einbringen.
Das Projekt verläuft in mehreren Phasen und ist derzeit noch nicht abgeschlossen. Erste Impulse verdichten sich bereits zu konkreten Planungen, die in spezifische Projekte übergehen. So befindet sich der Förderverein Schloss und Gedenkstätte Lichtenburg e.V. aktuell in der Beantragung von Fördermitteln für die Konservierung und Restaurierung des Altars und der Kanzel in der Schlosskirche, die für das Jahr 2026 geplant sind. Die Restaurierung der Wandmalereien und Raumfassungen soll 2027 umgesetzt werden. Die Schlosskirche, ein zentraler Bestandteil der Anlage, wird damit das erste Teilprojekt einer intensiveren öffentlichen Nutzung.
Das Projekt „Visionen für die Lichtenburg“ findet in Kooperation mit der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben statt und wird durch das Land Sachsen-Anhalt gefördert.

© Anke Fissabre/FH Aachen
Workshop im Rahmen des Projektes „Visionen für die Lichtenburg“

© Anke Fissabre/FH Aachen
Architekturstudierende der FH Aachen erkunden die einstigen Frauengemächer des Schlosses Lichtenburg

© Anke Fissabre/FH Aachen
Digitale Vermessung der Schlosskirche

